Flüssiggasanlagen (LPG) in Wohnmobilen

Flüssiggasanlagen in Wohnmobilen

Am Beginn dieses Beitrages sei nochmals darauf hingewiesen,  dass Flüssiggasanlagen in Wohnmobilen wegen ihrer sicherheitstechnischen Bedeutung nur von Personen installiert werden dürfen, die über ausreichendes Fachwissen und die Kenntnis der einschlägigen Vorschriften verfügen. In jedem Fall muss eine Flüssiggasanlage vor der ersten Inbetriebnahme durch einen Sachkundigen (z.B. TÜV Prüfer) geprüft und freigegeben werden. Sie darf nur mit gültiger Prüfbescheinigung und Prüfplakette betrieben werden. Das heute bekannte Autogas entspricht dem in dem Artikel beschriebenen Propangas.

Allgemeine Informationen zu Flüssiggas/LPG

Flüssiggasanlagen in WohnmobilenJeder, der Flüssiggasgeräte installiert oder betreibt, sollte etwas wissen von der Physik des Flüssiggases. Im Folgenden werden deshalb ein paar wichtige Zusammenhänge kurz dargestellt.

In der chemischen Definition sind die im Campingbereich verwendeten Flüssiggase C3- und C4-Kohlenwasserstoffe als Natur- und Synthesegase bekannt z.B. unter dem Namen Propan und Butan. Ihre Beliebtheit und Verbreitung gerade auch im Campingbereich verdanken sie ihrer hohen Energiedichte. Das heißt, sie gestatten auf relativ kleinem Raum die Speicherung und den damit leichten Transport einer hohen Energiemenge. Dies gilt nur, wenn sie in flüssigem Zustand gespeichert werden, was allerdings in relativ einfachen Druckbehältern möglich ist, weil sie sich schon bei relativ niedrigen Drücken verflüssigen lassen. Zwischen gasförmigem und flüssigem Zustand besteht ein Riesenunterschied: So ergibt 1 Liter flüssiges Propan ca. 260 Liter in gasförmigen Zustand. Bei 1 Liter Butan sind es 220 Liter.

Das Wichtigste zum physikalischen Verständnis von Flüssiggas ist die Kenntnis der Abhängigkeit von Druck und Temperatur. Die Siededrucktemperatur bei Normaldruck (ca. 1 bar) liegt bei Propan mit etwas -40°C niedriger als die übliche Umgebungstemperatur, so dass Propan unter normalen Umständen gasförmig ist. Bei 10 bis 20 °C liegt der Dampfdruck bei etwa 9 bis 11 bar. Das ist dann auch der Druck, der bei solchen üblichen Temperaturen z.B. an einem Gasflaschenmanometer abgelesen werden kann. Steigt die Temperatur z.B. einer in der Sonne stehenden Flasche auf 40 °C an, so erhöht das den Druck schon auf 15 bar. Die Dampfdruckkurve von Butan liegt erheblich niedriger. Die Siedetemperatur bei 1 bar ergibt sich knapp unter 0°C, was bedeutet, dass Butan für den Winterbetrieb ungeeignet ist, weil unterhalb des Gefrierpunktes in diesem Fall keine Verdampfung mehr stattfindet.

Wichtig ist auch die Kenntnis der Zündgrenzen für Flüssiggas-Luftgemische, weil diese Grenzen den Bereich markieren, wo Gefahren beim Betrieb von Flüssiggasanlagen in WohnmobilenExplosionsgefahr besteht. Dieser Bereich liegt bei ca 2 bis 10 % (Gasanteil am Gemisch).

Verdampfendes Flüssiggas entzieht der Umgebung Wärme, d.h. bei der Umwandlung von der flüssigen in die gasförmige Phase, die bei der Entnahme von Flüssiggas am Druckbehälter ständig stattfindet, kommt es zu Abkühleffekten.

Bei der Vebrrennung von Flüssiggasen können giftige Abgase wie z.B. CO entstehen. Flüssiggas selbst ist in der gasförmigen Phase nicht besonders toxisch, kann jedoch schnell narkotisierende Wirkung haben.

Schließlich ist wichtig zu wissen, dass Flüssiggas in gasförmigen Zustand etwa doppelt so schwer wie Luft ist, also in der normalen Atmosphäre nach unten fließt bzw. sich unten schichtet. Aus diesem Grunde sollten Gaswarner bzw. die Fühler/Sensoren für Propan/Butan auch unten montiert werden, um möglichst schnell warnen zu können.

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Gefahren beim Betrieb von Flüssiggasanlagen in Wohnmobilen und Wohnwagen

Gefahren beim Betrieb von Flüssiggasanlagen in WohnmobilenAufgrund seiner chemischen und physikalischen Eigenschaften hat Flüssiggas ein Gefahrenpotential. Der Betrieb von Flüssiggasanlagen ist aber nur gefährlich, wenn Sicherheitsvorschriften missachtet werden.

Folgende Gefahren können differenziert betrachtet werden:

1. Explosionsgefahr durch ausströmendes Gas

Es kommt zwar nicht sehr häufig zu Explosionen und Verpuffungen, weil Flüssiggas nur in dem relativ engen Bereich von ca 2 bis 10 % Volumenanteil explosibel ist. Weil solche Explosionen jedoch meist katastrophale Ausmaße haben, ist es wichtig, auf die Dichtigkeit von Gasanlagen größten Wert zu legen und auf eventuell ausströmendes Gas zu achten.

2. Erstickungsgefahr durch ausströmendes Gas

Diese Gefahr ist gegeben, wenn in relativ kleinen und nicht ausreichend belüfteten Räumen z.B. schlafende Personen ausströmendem Gas ausgesetzt sind. Dabei ist zu bedenken, dass sich das gegenüber Luft schwerere Gas unten schichtet (Sensoren für Gaswarngeräte sind deshalb möglichst tief anzubringen).

3. Vergiftungsgefahr durch Abgase (insbesondere CO) bei der Verbrennung von Flüssiggas

Diese Gefahr ist aufgrund der konkreten Unfallstatistiken die weitaus größte. Besonders bei den tödlichen Unfällen kommen als Ursache sehr häufig CO-Vergiftungen durch defekte Abgasleitungen oder durch unsachgemäßen Einsatz von Flüssiggasgeräten mit offener Verbrennung vor. Diese – häufig unterschätzte Gefahr – sollte deshalb besonders ernst genommen werden. Diese Vergiftungsgefahr besteht natürlich nicht nur bei Flüssiggasgeräten. Andere Geräte, die festen oder flüssigen Brennstoff verbrennen sind hier noch gefährlicher.

4. Brandgefahr durch offene Flammen oder stark erhitzte Teile in der Nähe von Flüssiggasgeräten

Gefahren beim Betrieb von Flüssiggasanlagen in WohnmobilenIn der Nähe von Kochstellen in Brand geratene Gardinen z.B. sind gar nicht so selten. Aber auch unsachgemäß installierte Heizungen können Brände verursachen. Einbauanweisungen zu den Flüssiggasgeräten sind deshalb genau zu beachten.

5. Gefahr von Hautverletzungen durch Flüssiggas

Ausströmendes Flüssiggas kann durch den Abkühleffekt auf der Haut Erfrierungserscheinungen bewirken. Bei Tankvorgängen z.B. an Tankstellen sollten deshalb stets Schutzhandschuhe getragen werden.

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