Tipps zur Wohnraumgestaltung in Wohnmobilen

Grundsätzliches zur Gestaltung des Wohnraumes in Wohnmobilen und Wohnwagen

 

Der gute Wohnmobil-Innenarchitekt lässt sich bei der Wohnraumgestaltung von den Grundstätzen Sicherheit und Gesundheit, sowie Ergonomie und Komfort leiten.

Niemand möchte beim Leben im Wohnmobil zu Schaden kommen, in dem er sich z.B. an den Einbauten verletzt. Die Praxis zeigt allerdings, dass Wohnmobilbewohner gar nicht so selten gesundheitlichen Schaden nehmen und sei es auch nur in Form einer Beule am Kopf oder eines blauen Flecks am Schienbein. Zu schlimmen Verletzungen kann es kommen, wenn Fahrzeuginsassen im Wohnraum während der Fahrt bei scharfen Bremsmanövern oder Unfallstößen gegen Inneneinrichtungen geschleudert werden. Auch sich lösende Teile der Einrichtung können dabei schlimme Schäden anrichten. Leider haben viele Wohnmobilbauer keine Vorstellung davon. welche Kräfte auf das Mobiliar schon bei üblichen Fahrzeugzuständen und erst recht bei Unfällen einwirken können; denn sonst würden sie sich bei der Möbelbautechnik und der Möbelbefestigung nicht nur der üblichen Praktiken im Hausmöbelbau bedienen. Bei den Hobby-Wohnmobilbauern wird sogar häufig unter dem Niveau des üblichen Möbelbaus gebastelt, wie die TÜV-Ingenieure bei der Fahrzeugabnahme immer wieder feststellen müssen.Tipps zur Wohnraumgestaltung in Wohnmobilen

Beim Wohnmobilinnenausbau sind die Anforderungen hoch: Trotz Leichtbau wird hohe Stabilität verlangt. Materialwahl und Arbeitsverfanre müssen dem gerecht werden. Darüber hinaus sollten alle Teile im Hinblick auf mögliches Unfallgeschehen aus einigermaßen splittersicherem Material bestehen. Scharfe Kanten spitze Ecken und vorstehende Teile sind zu vermeiden. Stattdessen sollte so viel wie möglich mit Rundungen und Abpolsterungen gearbeitet werden, zumindest überall dort, wo etwas vorsteht. Die Raumverhältnisse in einem Wohnmobil sind nun einmal beengt und das Anstoßen an Teile der Einrichtung wird sich deshalb auch im reinen Wohnbetrieb nie ganz vermeiden lassen.Nur könnten die Wohnmobilausbauer dafür sorgen, dass solches Anstoßen nicht gleich schmerzhaft sein muss. Bei allen Fortschritten im Wohnmobilinnenausbau ist dieser aus sicherheitstechnischer Sicht – auch bei den meisten professionellen Wohnmobilherstellern – noch erheblich verbesserungsfähig. Wenn es um sicheres und gesundes Leben im Wohnmobil geht, ist auch noch an den Bereich giftfreie Raumluft zu denken. Ausdünstungen aus Möbeln und Textilien können im Wohnmobil – insbesondere bei mangelhafter Belüftung – leicht unzulässige Werte erreichen. Das ist schon bei der Materialwahl zu beachten.

Mit Sicherheit im Wohnmobil haben schließlich noch folgende Punkte zu tun: Rutschfeste Bodenbeläge, stabile Aufstiege zu Dachbetten und einwandfreie Sicherungen gegen Herausfallen aus diesen.

Eine besondere sicherheitstechnische Betrachtung des Wohnraumes eines Wohnmobils ist immer dann unerlässlich, wenn sich während der Fahrt Insassen in diesem Raum aufhalten können oder sollen. In einem solchen Fall müssten konsequenterweise die gleichen Grundsätze der Inneren Sicherheit, wie sie ansonsten für personenbefördernde Fahrzeuge im nationalen und internationalen Straßenverkehr formuliert sind, Anwendung finden. Bestrebungen sind denn auch erkennbar, zumindest in kleineren Wohnmobilen, die ja oft PKW-ähnliche Nutzungscharakter haben. Im Bereich der Sitze und Rückhalteeinrichtungen wurde bereits eine weitgehende Anpassung an die entsprechenden PKW-Vorschriften vorgenommen.

Der zweite Grundsatz der Wohnraumgestaltung bezieht sich auf die Ergonomie. D.h., die Wohnrauminnenarchitektur sollte so sein, dass sich das Leben im Wohnmobil praktisch und kräftesparend abspielen kann. Alles sollte so angeordnet und gestaltet sein, dass mühevolles Verrenken, häufiges Bücken, Arbeiten in unbequemer Haltung, nicht entspanntes Liegen oder Sitzen, unnötige Bewegungen usw. vermieden werden. Es gibt eine Menge Beispiele für ergonomische und weniger ergonomische Lösungen.

Hier nur ein paar grundsätzliche Beispiele bzw. Erfordernisse:

  • In den Hauptbewegungsbereichen muss ausreichende Stehhöhe vorhanden sein
  • Sitzuhöhe, Sitzfläche und Neigung der Sitzlehnen müssen stimmen
  • Arbeitsfläche der Küche muss richtige Höhe und ausreichende Größe haben
  • Liegen müssen breit und lang genug sein und ausreichende Polsterung aufweisen
  • Oft benutze Staufächer, Schrankräume usw. müssen leicht erreichbar sein.
  • Türen, Deckel, Klappen usw. sollten ausreichend große Öffnungswinkel haben und richtig angeschlagen sein
  • Möbel für Mehrfahcnjtzung müssen sich leicht umbauen lassen
  • Schränke, Stauräume, Schubladen usw. sollten übersichtlich aufgeteilt sein

Werden die Grundsätze der Ergonomie beachtet, so bedeutet das gleichzeitig, dass auch schon viel für ein komfortables Leben im Wohnmobil getan ist. Zum Wohnkomfort gehören allerdings noch ein paar Dinge mehr wie z.B. eine gute Heizung im Winter, ausreichend Kühlung im Sommer, richtig bemessene Lüftung und nicht zuletzt ein designmäßige Wohnraumgestaltung, die dem jeweiligen persönlichen Geschmack und den individuellen Bedürfnissen entspricht. Nur wer so das richtige Raumklima hat, wird sich wirklich in seinem Heim auf Rädern wohlfühlen.

Die Grundrissplanung im Wohnmobil oder Wohnwagen

 

Tipps zur Wohnraumgestaltung in Wohnmobilen
Typischer Grundriss für Wohnmobil auf Kleinbusbasis

Am Anfang eines jeden Wohnmobilinnenausbaus steht die Grundrissplanung. Die professionellen Wohnmobilhersteller haben hier oft lange Erfahrung und verwenden trotzdem immer wieder viele Überlegungen darauf, die Grundrisse ihrer Modelle zu verbessern und zu optimieren. Selbstausbauern ist dringen zu empfehlen, nicht ohne gründliche Planung ans Werk zu gehen und sich bei der Planung die Erfahrung der Profis zunutze zu machen. Kaufinteressenten und Selbstausbauer stehen – wenn sie sich durch das Studium von Katalogen, Fachzeitschriften, Prospekten usw. kundig machen – zunächst einer fast unüberschaubaren Fülle von Grundrissvarianten gegenüber. Setzen wir jedoch voraus, dass der Interessent bereits ein Basisfahrzeug und eine Aufbauart gewählt hat, so reduziert sich die Möglichkeiten. Grundflächengröße, Aufbaukonstruktion, Dachgestaltung und Anordnung von Fenstern und Türöffnungen geben dann den Rahmen vor.

Inzwischen gibt es auf dem Freizeitfahrzeugmarkt eine Menge Firmen, die Fertigmöbel und Möbelbausets zum Wohnmobilausbau anbieten. Inbesondere für alle gängigen Kastenwagentypen gibt es komplette Möbelbauprogramme. Anfänger im Wohnmobilbau sind allemal gut beraten, sich an den angebotenen Konstruktionen zu orientieren oder besser noch Teile, Baugruppen oder ganze Bausätze bekannter Hersteller zui verwenden. Dies ist nicht nur empfehlenswert, weil damit grundsätzliche Planungsfehler vermieden werden, die Anfängern leicht unterlaufen. Vielmehr kann dabei auch das spezielle fertigungstechnische Know-how im Wohnmobile-Möbelbau erlernt werden. Individualisten – die unter den Wohnmobilausbauern nun einmal nicht selten zu finden sind – planen häufig eigenwillig und fertigen nach unkonventionellen Methoden. Zwei Dinge sind jedoch dabei zu bedenken. Einmal setzen sicherheitstechnische Vorschriften Grenzen. Zum Anderen ist ein sehr individuell gestaltetes Fahrzeug meist ein denkbar schlechtes Wiederverkaufsobjekt. Wer also erfahrungsgemäß häufig sein Fahrzeug wechselt, tut besser daran, sich am üblichen Geschmack zu orientieren.

Es ist an dieser Stelle nicht möglich, alle Grundrissvarianten zu den unterschiedlichen Gegebenheiten der Basisfahrzeuge zu diskutieren. Im Folgenden seien aber ein paar grundsätzliche Überlegungen zur Grundrissgestaltung bei Kastenwagen, Alkovenkabinen und integrierten wiedergegeben.

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Grundrissbeispiele für Alkoven-Wohnmobile mittlerer Größe
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Bei großen Wohnmobilen mit führerhausintegrierten Aufbauten macht die Grundrissplanung Spaß

Grundrissplanung bei kleineren und mittleren Wohnmobilen ist eine besonders schwierige Sache. Das liegt ganz einfach daran, dass auf einer Fläche, die kleiner als ein Badezimmer im üblichen Wohnungsbau ist, die Bereiche für Wohnen, Schlafen, Kochen, Waschen und Duschen unterzubringen sind. lösbar ist das Problem nur über eine multifunktionale Gestaltung der Wohnraumeinrichtungen. Das bedeutet z.B. dass aus einer Sitzgruppe ein Bett wird. Ein Tisch kann ebenfalls Bestandteil eines Bettes werden. Toilettenschubladen können aus Sitzmöbeln oder dem Kleiderschrank hervorgezogen werden. Türen können mit Doppelfunktionen bedacht werden. Rücksitzlehnen lassen sich zu Kinderbetten hochklappen. Der Himmel in einem Führerhaus wird abgesenkt zur Liegefläche. Sitze im Führerhaus werden durch Drehen um 180° in den Wohnbereich einbezogen. Küchenblocks werden bei kleinen Kastenwagen meist an den Seitenwänden installiert, ebenfalls Kleiderschrankbehältnisse. Kleinere Hängeschränke befinden sich seitlich oder im Fahrzeugheck. Auf Sanitärräume muss bei Innenraumgrößen bis 3 m normalerweise verzichtet werden. Nachteilig bei den kleineren Kastenwagen sind die fast immer vorhandenen großen Türflächen (seitliche Schiebetür und Hecktür bzw. -klappe), die die Grundrissplanung zusätzlich einschränken.

Bei größeren Kastenwagen wird auch ein Sanitärraum bzw. eine Nasszelle möglich. Trotz ausreichend großer Mittelsitzgruppe und Küche z.B. reicht dafür der Platz. Sinnvoll ist es, die Nasszelle im Fahrzeugheck unterzubringen. Zur Optimallösung wird dies, wenn Nasszelle sowie Wasch/WC-Raum mit einem Heckeinstieg kombiniert werden (Schmutz- bzw. Kälteschleuse).

Der Vorteil von Aufsetzkabinen gegenüber Kastenwagen ist die größere Breite, die im Grundriss auch Querbettenanordnung ermöglicht. Umbaufähige Mittelsitzgruppe und Alkovenbettplätze machen diese Aufbaukategorie für 4 Personen schon bei 3 m-Kabinen geeignet. Auch gemnütliche Rundsitzgruppen im Fahrzeugheck lassen sich aufgrund der Aufbaubreite realisieren. Für Benutzung während der Fahrt sind Rundsitzgruppen allerdings weniger geeignet als Mittelsitzgruppen, bei denen z.B. eine Kommunikation während der Fahrt besser möglich ist. Werden Mittelsitzzgruppen kombiniert bzw. ergänzt mit einem Längssofa, so besteht die Möglichkeit, sich auch tagsüber einmal ohne komplizierten Bettenbau hinzulegen.

Bei größeren Aufsetzkabinen kann man im Grundriss zwei getrennte Sitzgruppen vorsehen. Das ist für Familien und Kindern vorteilhaft. Es ist aber auch möglich, statt der zweiten Sitzgruppe im Heck einen Schlafraum mit Betten vorzusehen. Bei den festen Betten braucht man nicht – wie bei der Doppelnutzung Liege/Sitz.Kompromisse einzugehen: Man kann z.B. Lattenroste und gute Federkernmatrazen verwenden. Bei erhöht eingebauten Betten besteht übrigens die Möglichkeit zu einem von außen zugänglichen Stauraum.

Spaß macht die Grdunrissplanung bei Großwohnmobilen mit integriertem Aufbau und Aufbaulängen in einer Größenordnung von 10 Metern. Hier können die einzelnen Wohnbereiche weitgehend ohne multifunktionale Nutzung getrennt voneinander angeordnet werden. Entsprechende Grundrisse sind vor allem im amerikanischem Wohnmobilbau zu finden.

Baugruppenplanung von Wohnmobilen und Wohnbussen

 

Will man von der allgemeinen Grundrissplanung zur genaueren Planung der einzelnen Ausbaubereiche bzw. zum konkreten Möbelbau übergehen, so sind vorher noch ein paar Überlegungen insbesondere zu Größen- und Maßverhältnissen sowie zu funktionalen Zusammenhängen anzustellen. Wer allerdings – vernünftigerweise – industriell vorgefertigte Möbelbausätze zusammenfügen und montieren will, braucht sich da weniger Gedanken zu machen. Er muss sich z.B. nicht überlegen, wie hoch eine Sitzfläche – ergonomisch richtig – anzuordnen ist. Das haben die professionellen Wohnmobil-Möbelbauer schon für ihn erledigt. Der Nur-Bausatz-Monteur hat allerdings ein anderes Problem: Er muss aus einer Vielzahl von angebotenen Möbelsets verschiedener Hersteller auswählen. Dieses Auswählen ist nicht leicht, da die Angebote inhaltlich oft sehr unterschiedlich strukturiert sind und ein direktes Vergleichen damit erschwert wird. Andererseits sollte der Interessent wegen der z.T. erheblichen Preisdifferenz auf ein vergleichen keinesfalls verzichten.

Als Hilfe beim Vergleichen kann eine Checkliste dienen, die für z.B. Kastenwagenausbauten folgende inhaltliche Bereiche abdecken sollte:

  • Sitzkonstruktion
    • Einzelsitz
    • Sitzbank
    • klappbare Sitzbank
    • Sitzgruppe
    • festmontiert – verschiebbar
  • Tische
    • Festtisch
    • Klapptisch
    • Schwenktisch
    • Hubtisch
    • Einhängetisch
  • Schränke
    • Wäsche schrank
    • Kleiderschrank
    • Anbauschrank
    • Hängeschrank
    • Staufächer
    • festmontiert / herausnehmbar
  • Küchenblock
    • Kocher
    • Zahl der Flammen
    • Anrichtefläche
    • Spüle
  • Wassertank
  • Wasserinstallation
    • Zahl
    • Volumen
  • Gasanlage
  • Elektroanlagen
    • Verbraucher
    • Zentrale
    • Strombeschaffung
  • Nasszelle
    • Konstruktionselemente
  • Toilette
    • festmontiert/transportabel
  • Bodenplatte
  • Wandverkleidung
  • Gardinen
  • Polster
  • Dachbettkonstruktionen

Zu klären sind die Fragen:

  • Wie weit bzw. wie oft sind die aufgeführten Teile/Baugruppen im Set enthalten?
  • Inwieweit sind die Teile gegen Aufpreis zu bekommen?
  • Wie weit sind die Teile/Baugruppen vormontiert?
  • Welches Montagematerial wird mitgeliefert?
  • Welches Holz – bzw. Kunststoffmaterial wird verwendet?
  • Ist Oberflächenbehandlung bei den Möbelteilen notwendig?
  • Ist Möbelmontage gegen Aufpreis möglich?

 

Nun jedoch zu Überlegung, die die echten Selbstausbauer anstellen sollten. Im Zusammenhang mit den einzelnen Baugruppen ist folgendes wissenswert:

Sitze und Liegen

 

Tipps zur Wohnraumgestaltung in Wohnmobilen Soweit Sitze während der Fahrt benutz werden sollen, müssen sie entsprechend nach gewissen Vorschriften gebaut sein. Hier soll nur etwas über Maße und Ergonomie gesagt werden. Beginnen wir mit den Mindest-Bettenmaßen: Ein Bett sollte mindestens 190 cm lang sein. An dieses Maß sollte man sich halten, auch wenn man selbst zu den eher kleinwüchsigen Menschen gehört. Denn beim eventuell Wohnmobilverkauf wäre ein zu kleines Bett ein schlechtes Verkaufsargument. Bei der Bettenbreite rechnet man mit einem Mindestmaß von 65 cm bzw. einem Doppelbett von 130 cm. Allerdings sind dies wirklich Minimalmaße. Wer auf halbwegs gesunden Schlaf wert legt, wird für ein Einzelbett mindestens 70 cm und für ein Doppelbett mindestens 140 cm ansetzen. Diese Maße bedingen bei Kastenwagen in der Regel eine Längsanordnung der Betten – in Fahrtrichtung gesehen -, während bei Aufsetzkabinen mit Innenbreiten von ca 2 m auch eine Queranordnung in Frage kommt. Für die Sitzbreite wie auch die Sitztiefe sollte man 50 cm rechnen. D.h. für eine Doppelsitzbank wären 100 cm Breite ausreichend. Doppelsitzbänke werden häufig zu einer Viererdinette gegenüberliegen angeordnet. Rechnet man für die Sitztiefe jeweils 50 cm, für die Rückenpolsterung jeweils 10 cm und für die Tischbreite 70 cm, so ergibt sich für eine solche Dniette eine Länge von 190 cm, was gerade auch der Bettlänge entspricht. Anders sieht es bei der Breite aus: Zum Sitzen reichen 100 cm, zum Schlafen für zwei Personen müssen es dagegen mindestens 130 cm sein. In der Praxis kommen deshalb häufig Konstruktionen vor, die es gestatten, aus einer 100 cm breiten Sitzgruppe ein 130 oder 140 cm breites Bett werden zu lassen. Ein wichtiges ergonomisches Maß ist die Sitzhöhe. Für sie gilt normalerweise: Abstand Fußboden zu Oberkante des Polsters unbelastet 45 cm. Als Tischhöhe sind ca 70 cm üblich. D.h. zuwischen Tisch und Sitzpolster sollten mindestens 25 cm Abstand sein. Als Fußraum vor Sitzen oder Sitzbänken sollte mindestens ein Freiraum von 30 cm vorhanden sein.

Küche

 

Die im Handel angebotenen Spülen-Kocher-Kombinationen der kleinsten Kategorie weisen z.B. folgende Maße auf: 42 x 60 cm, 46 x 49 cm, 37 x 42 cm. Tipps zur Wohnraumgestaltung in Wohnmobilen Will man im Küchenblock auf einen Kühlschrank unterbringen, so sollte eine Fläche von ca 0,25 qm zur Verfügung stehen. Die Bewegungsfläche vor der Küche sollte wenigstens 0,5 qm betragen. Wer häufiger familiengerechte Menüs kochen will, dürfte allerdings mit den genannten Miniküchen nicht glücklich werden; denn diese haben keine Abstell- bzw. Arbeitsfläche und verfügen auch nur über zweiflammige Kocher. Eine vollwertige Wohnmobilküche hat deshalb bei einer Tiefe von ca 50 cm eine Breite von wenigstens 100 cm. Wenn möglich sollte man sogar ein Maß zwischen 100 und 150 cm wählen. Dann verfügt man über ein komfortable Arbeitsfläche, und fehlender Schrankraum dürfte auch kein Problem mehr sein. Wichtig für ein bequemes Arbeiten am Küchenblock ist dessen richtige Höhe. Sie sollte nicht unter 85 cm und nicht über 95 cm liegen. Zu ergonomisch guten Küchen gehören nicht nur die richtigen Maße. Es sind z.B. noch folgend Dinge zu berücksichtigen:

  • Fenster und Entlüftungsmöglichkeiten in Herdnähe
  • Keine leicht brennbaren Dinge wie Gardinen und Polster in Herdnähe
  • Keine zu langen Leitungen zu Warmwasserboiler und Abwassertank

Sanitärraum und Nasszelle

 

Die Mindest-Grunflächenmaße für einen reinen Duschraum liegen bei 60 x 60 cm. Diese Maße entsprechen den kleinsten im Handel zu bekommenden Duschwannen, so dass es sinnvoll ist, eine solche Duschwanne als Bodenauskleidung und Standfläche im Sanitärraum zu verwenden. Soll auch noch die Toilette untergebracht werden – übliche Toiletten haben eine Tiefe von ca 40 cm- so müssen die Mindestmaße für den Sanitärraum 100 x 60 cm betragen, es sei denn, man baut unter Zuhilfenahme benachbarter Räumlichkeiten ein herausziehbares Schubladen-WC. Für Kleinsanitärräume bleibt für das Waschbecken oft nur die Lösung einer klappbaren Ausführung. Doch so etwas ist Behelf. Deshalb ist es bei zu knappen Grundflächenverhältnissen überlegenswert,auf einen richtigen Sanitärraum eher zu verzichten und stattdessen nur einen Waschschrank zu installieren. Es gibt Kleinwohnmobile,l die demonstrieren, dass sogar eine aus dem Schrank klappbare Dusche machbar ist. Steht bei mittleren oder größeren Wohnmobilen genügend Grundfläche zuir Verfügung, ist eine Trennung des Sanitärbereiches in eine reine Duschzelle und in einen Raum für WC und Waschbecken empfehlenswert. Eine optimale Lösung ist es, wenn man diese beiden Räume im Fahrzeugeck gegenüber anordnet. Der zwischen den Räumen verbleibende Raum lässt sich dann mit entsprechender Außenhecktür und zweiter Tür zum Wohnmobilinneren als ideale Schleuse vor allem beim Wintercamping benutzen. Diese Dreier-Raumaufteilung im Fahrzeugheck beansprucht in der Tiefe nur etwa 70-90 cm und belastet den Gesamtgrundriss entsprechend wenig.

Kleiderschränke und Stauräume

 

Will man Kleidungsstücke frei aufhängen können, muss ein Kleiderschrank eine Mindesthöhe von 110 cm haben. Für die Breite bzw. Länge eines Kleiderschrankes sind entsprechend einer Kleiderbügelbreite von ca 40 cm oder 50 cm zu rechnen.- Die insbesondere bei Kleinwohnmobilen häufig engen Platzverhältnisse machen verwinkelt oder gestuft angeordnete Schränke und Stauräume erforderlich. Ein gestufter Kleiderschrank muss jedoch nicht nachteilig sein, schließlich gibt es ja auch recht unterschiedliche Längen bei den Kleidungsstücken. Für Wohnmobilisten, die häufig mit nassen Kleidungsstücken zu tun haben, ist ein spezieller Nasskleiderschrank mit wasserfester Auskleidung, Ablauf und guter Durchlüftung eine sehr empfehlenswerte Sache.

 

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